Heute noch erzählen Reste der Stadtmauer, vier Schießtürme, zwei Stadttore und ein mächtiger Burgturm von einer Zeit, als Gangelt im Mittelalter ein bedeutender Ort mit Stadtrechten war. Der Grundriss der alten Straßen ist immer noch derselbe wie zur damaligen Zeit. Auch heute noch fühlt man sich zurückversetzt ins Mittelalter, auf Schritt und Tritt begegnen einem Zeugnisse der Vergangenheit.
Mehr als 1000-jährige Geschichte
Immer wieder eröffnen sich neue Ein- und Ausblicke, wenn man Gangelt durch das Heinsberger Tor im Norden oder durch das Bruchtor im Süden betritt, durch die engen Gässchen läuft oder vor dem mächtigen Burgturm oder der beeindruckenden dreischiffigen Basilika, der gotischen Pfarrkirche St. Nikolaus steht.
Vor mehr als 1000 Jahren war Gangelt ein bekannter Marktflecken am Kreuzungspunkt zweier Handelsstraßen und somit ein wichtiger und bekannter Rastort. Damals wurde Gangelt die Stadt der Reisenden genannt.

Geschichte entspannt erleben
Seien auch Sie ein Reisender und tauchen Sie ein in die spannende Geschichte Gangelts. Entdecken Sie die Reste der alten Gemäuer, die im 13. Jahrhundert erbaut wurden, als Gangelt zur Stadt erhoben wurde. Auf dem Marktplatz befindet sich das alte Rathaus, das heute ein Café beherbergt. Dort finden Sie unter der alten Linde sicher ein gemütliches Plätzchen und können dem Plätschern des Gänsebrunnens lauschen, der an die verhängnisvolle Geschichte erinnert, als Gänse Schuld waren an der Plünderung des Städtchens. Lassen sich bewirten und erholen Sie sich von den Strapazen des Alltags, so wie es damals schon die Reisenden gemacht haben.

Die Sage vom „Muhrepenn“
In früheren Zeiten versuchten die Brabanter, Gangelt einzunehmen und zu plündern. Aber die Stadtmauer und die Tore hielten den Angriffen stand. Eines Tages aber wurden Gangelts Gänse dem Städtchen zum Verhängnis. Ein Torwächter verriegelte das Tor mit einer Möhre, als er den Holzstab für die Verriegelung nicht fand. Ein Gänserich sah die Möhre, fraß sie gemeinsam mit den anderen Gänsen genüsslich auf, und das Tor öffnete sich. So konnten die Feinde ungehindert in das Städtchen einfallen. Darum nennt man die Gangelter auch heute noch „Muhrepenn“, und in Erinnerung daran krönt auf dem Marktplatz eine Gans mit einer Möhre im Schnabel den „Gänsebrunnen“.
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